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Mucchi, Gabriele

Mucchi, Gabriele

Gabriele Mucchi (1899-2002) war ein italienischer Maler, Grafiker und Architekt. Er gilt als Mitbegründer der "Neuen Realismus" (Nuovo Realismo)-Bewegung.

Nach dem Abitur studierte Mucchi von 1916 bis 1923 Bauingenieurswesen und Architektur an der Universität von Bologna. Nach dem Studium arbeitete er in einer Baufirma in Rom, ab 1927 in einem Architekturbüro in Mailand.

Ein Aufenthalt in Berlin zwischen den Jahren 1928 bis 1930 folgte ein längerer Aufenthalt in Paris von 1931 bis 1934. In den folgenden Jahren wurde sein Name bekannt durch beeindruckende Wandmalereien der italienischen Grenzen. Sein Atelier wurde ein Treffpunkt für die antifaschistische Gruppe Corrente.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er zum ersten Mal als Soldat gekämpft hat und später als Partisan, war er Mitbegründer der Zeitschrift Realismo.

Nach dem Krieg lebte Mucchi für viele Jahre in Ostdeutschland. Von 1956 bis 1961 arbeitete er als Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, von 1961 bis 1963 am Caspar David Friedrich-Institut der Universität Greifswald. Danach lebte er in Mailand und Berlin.

Gabriele Mucchi heiratete die Bildhauerin Jenny Mucchi-Wiegmann im Jahre 1933. Beide sind zusammen auf dem Zentralfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde beigesetzt.